Die Sammlung des Geldmuseums der Deutschen Bundesbank geht in ihrem Ursprung auf die Deutsche Reichsbank zurück. Während des Ersten Weltkrieges und unmittelbar danach hatten sich bei den Reichsbankanstalten und der Hauptkasse in Berlin teils durch Ankäufe, teils durch die Goldablieferungen der Bevölkerung große Bestände an Gold- und Silbermünzen angesammelt.
Die Idee, die Münzbestände und das ebenfalls vorhandene Papiergeld in der Reichsbank Berlin der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, entstand 1934. Innerhalb der Reichsbank-Hauptkasse wurde eine eigene selbständige Abteilung gegründet, die 1935 zum ersten Mal als Reichsbankmuseum bezeichnet und in der Folgezeit weiter ausgebaut wurde.
Kurz vor der drohenden Besetzung Berlins am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden im Februar 1945 Teile der Münzsammlung verpackt und in dem Kalibergwerk in Merkers / Thüringen eingelagert. Nach Kriegsende beschlagnahmten alliierte Truppen die in Merkers entdeckten Münzen. Sie wurden in den Central Collecting Point Wiesbaden geschafft und gelangten 1951 unter die Verwaltung des Treuhänders der Reichsbank. Diese Reste der ehemaligen Reichsbanksammlung wurden 1954 an die Bank deutscher Länder verkauft.
Auf diesem sehr heterogenen Grundstock aufbauend, wurde die Münzsammlung kontinuierlich systematisch ausgebaut. Heute umfasst sie ca. 90.000 Prägungen aus aller Welt von der Antike bis zur Gegenwart. Gleichfalls universal angelegt ist die nach dem Zweiten Weltkrieg völlig neu geschaffene Papiergeldsammlung. Mit rund 255.000 Stücken zählt sie in der Bundesrepublik Deutschland zu den größten ihrer Art. Hinzu kommt eine breit gefächerte Auswahl an vormünzlichen Zahlungsmitteln sowie zahlreiche Museumsobjekte, die zu dem Themenkreis "Geld" zählen.
Die Bestände der Sammlung sind zu Studienzwecken zugänglich. Einzelheiten regelt die Benutzerordnung für den Studienraum. Informationen zu den Öffnungszeiten sind auch unter +49 (0)69 9566 6024 oder – 6025 erhältlich.
Von den Sammlungsobjekten können digitale Fotos bzw. Scans bestellt werden.
Fotoaufträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs erledigt. Die aktuelle Preisliste ist unter Preisliste für Vervielfältigungen, Digitalaufnahmen und Fotoreproduktionen einzusehen.
Anfragen sind zu richten an:
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Das Geldmuseum ist am 29. August 2010 wegen des Museumsuferfestes geschlossen.
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Wilhelm-Epstein-Str. 14
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Tel.: 069 / 9566 - 3073
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Der Eintritt ist frei.